US-Forschungsbaum

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US-Forschungsbaum

Beitrag von humpel am Fr Nov 07, 2014 11:00 am

KREUZER


Die Klasse der Kreuzer gehört mit zu den interessantesten und variablen Klassen in World of Warships. Ihre Charakteristiken erlauben es ihnen, sich an viele Situationen im Gefecht anzupassen. Sie können im Rudel agieren und ihre Verbündeten vor feindlichen Flugzeugen schützen, oder auch hinter den gegnerischen Linien Verwirrung anrichten. Natürlich sind sie auch dazu geeignet, dem Gegner in die Flanken zu fallen – alles mit gleichem Erfolg.

Wie auch in anderen Ländern hat die amerikanische Schiffsindustrie ihre Kriegsschiffe nach den Vorgaben der aktuellen Doktrin der Seestreitkräfte gebaut. Zum Beispiel waren der amerikanischen Führung der Seestreitkräfte zwischen den beiden Weltkriegen nach keine Kreuzer mit Torpedos vorgesehen, Torpedos waren also den Zerstörern, Torpedobombern und U-Booten vorbehalten. Dafür bekamen Kreuzer zu Anfang des 2. Weltkrieges neue, moderne Anti-Flugzeug-Bewaffnung. In World of Warships wird die starke Flak-Bewaffnung eines der hervorstechenden Merkmale amerikanischer Kreuzer. Insgesamt gab es also deutliche Unterschiede zwischen Kreuzern der japanischen Marine und den amerikanischen Seestreitkräften.

In der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts hatten politische Entscheidungen und Abkommen großen Einfluss auf die Schiffsindustrie der Staaten mit großer Marine. Nach dem Abkommen in Washington 1922 waren zukünftige Kreuzer der USA, UK, Japan, Frankreich und Italien in maximaler Verdrängung und anderen Charakteristiken limitiert. 8 Jahre später limitierte des Londoner Abkommen auch die Anzahl an Schiffen bestimmter Klassen.Im Umgang mit den Limitierungen gab es verschiedene Ansätze, die japanische Schiffsindustrie hat zum Beispiel versucht, die Schlagkraft der einzelnen Schiffe zu maximieren – japanische Kreuzer besaßen schlagkräftige Torpedo-Batterien und andere Waffensysteme.

In Gegensatz zu anderen Seemächten des frühen 20. Jahrhunderts besaß die USA sehr wenig kleine Schiffe/Kreuzer. Die Marine konzentrierte sich auf größere Schiffe mit guter Reichweite, da die möglichen Feinde der USA alle weit entfernt lagen – aus Südamerika drohte keine Gefahr, Großbritannien und Japan waren mögliche Gegner. Bei einer Auseinandersetzung auf der See müssten die amerikanischen Schiffe womöglich große Distanzen zurücklegen, und große Distanzen sind mit großen Booten einfacher zu bewältigen. Außerdem brauchte die USA keine Eskorten für Handelsschiffe, was viele kleine Boote erfordert hätte. Die benötigten Kreuzer mussten also große Distanzen zurücklegen, keine Schiffe eskortieren etc., dementsprechend wurden große Kreuzer in kleiner Anzahl vielen kleinen Kreuzern in großer Anzahl vorgezogen.


Tier II – Chester
Die “Chester” ist ein Kreuzer, der hauptsächlich zur Aufklärung eingesetzt wurde. Er wurde am Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Da bei der Aufklärung das Hauptaugenmerk darauf liegt, bestenfalls unentdeckt zu bleiben, hat die Chester nicht viel Panzerung – dafür ist sie aber relativ schnell.

Tier III – St.Louis
Die “St.Louis” unterscheidet sich deutlich von der Chester – sie ist mit 14 15,25cm-Kanonen bewaffnet und hat gute Panzerung, was ihr ermöglicht, das Feuer auch unter Beschuss zu erwidern. Dafür fehlt es ihr allerdings etwas an Geschwindigkeit.

Tier IV – Phoenix
Die “Phoenix” ist das erste “Papierschiff” in diesem Forschungsbaum, es basiert auf einem Projekt von 1917 für einen “Aufklärungskreuzer”. Die dünne Panzerung wird durch die hohe Geschwindigkeit von 35 Knoten ausgeglichen – mit dieser Geschwindigkeit könnt ihr sogar mit einigen Zerstörern mithalten. Auch wenn dieses Schiff nie gebaut wurde, baut das folgende Schiff auf diesem Konzept auf.

Tier V – Omaha
Verglichen mit ihrem Vorgänger, der “Phoenix”, hat die “Omaha” eine größere Wasserverdrängung, was sie etwas robuster macht. Dieses Schiff ist eine Art Pionier in einige Aspekten – das erste Schiff in diesem Forschungsbaum, das Geschütztürme besitzt und Aufklärungsflugzeuge über das Katapult starten lassen kann. Wie auch ihr Vorgänger trägt die “Omaha” Torpedos, was ihre Schlagkraft besonders im Nahkampf signifikant erhöht.

Tier VI – Cleveland
Die “Cleveland” ist die Art von Kreuzern, die man in der Geschichte der Seeschlachten am häufigsten antrifft – die Hauptgeschütze sind auf 4 Türmen (2 Türme vorne, 2 hinten) konzentriert und sie vereint Mobilität mit durchschnittlicher Panzerung für einen Kreuzer. Ein Merkmal dieses Schiffes ist die starke Flak-Bewaffnung, was dieses Schiff zu einem effektiven Beschützer vor Luftangriffen macht.

Tier VII – Pensacola
Dies ist der erste “schwere” Kreuzer, mit all den Vorteilen und Nachteilen seiner Klasse. Dieses Schiff wurde nach den Richtlinien des Washington-Abkommens gebaut, und um die maximale Wasserverdrängung nicht zu überschreiten, mussten die Designer die Panzerung vernachlässigen. In World of Warships hat die “Pensacola” eine gute Wasserverdrängung für ihre Geschwindigkeit – 32 Knoten. Außerdem hat sie stärkere Kanonen als die “Cleveland” – 8 (oder mehr) 203mm-Geschütze.

Tier VIII - New Orleans
Trotz der Restriktionen durch das Washington-Abkommen konnte das Projekt “New Orleans” eine starke Bewaffnung mit guter Panzerung vereinen. Nur die Flak-Bewaffnung konnte aufgrund von Platzmangel nicht verbessert werden; die Anti-Flugzeug-Fähigkeiten bleiben im Vergleich zur “Pensacola” etwa gleich.

Tier IX - Baltimore
Mit Beginn des 2. Weltkrieges galten die Beschränkungen des Washington-Abkommens nicht mehr. Kreuzer waren in ihrer maximalen Verdrängung nicht limitiert, was bessere Panzerung und bessere Flak-Bewaffnung ermöglichte. Die “Baltimore” ist eine Weiterentwicklung der “New Orleans” nach dem Prinzip “Größer, schneller und stärker”.

Tier X - Des Moines
Eins der größten Probleme der “Baltimore” und vieler schwerer Kreuzer war die langsame Feuerrate der Hauptbewaffnung. Die amerikanische Schiffsindustrie machte sich an die Entwicklung neuer Kanonen, und es wurde schnell klar, dass diese Kanonen einen schweren Kreuzer als Plattform brauchten. Die neuen 203mm-Geschütze laden fast doppelt so schnell nach wie die alten 203mm-Geschütze. Außerdem besitzt die “Des Moines” sehr effektive Bewaffnung gegen Flugzeuge.
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Re: US-Forschungsbaum

Beitrag von humpel am Mi März 04, 2015 5:59 am

SCHLACHTSCHIFFE

Die Schlachtschiffe der US Navy sind nicht zwangsläufig die schweren Berserker, welche wir erwarten. Die Entwickler setzten auf den cleveren Einsatz von Panzerung an Stellen, wo es wichtig war. Dieser Ansatz machte die US-Schlachtschiffe erstaunlich beweglich; sie konnten den Kreuzern, den Flugzeugträgern und einigen wenigen Zerstörern auf den Fersen bleiben.
Das erste US-Schlachtschiff ist auf Tier 3 vorzufinden.


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Die USS Michigan und ihr Schwesterschiff USS South Carolinawere waren die ersten sogenannten “Dreadnoughts” der US-Flotte. Die 8 305mm Geschütze der Michigan sind auf 4 Türme aufgeteilt – 2 vorne, 2 am Heck. Der je 2. Turm sitzt hinter dem 1. Turm in leicht erhöhter Position – für die damalige Zeit eine Innovation. Im Vergleich zu ihrem Gegenstück, der japanischen Kawachi, konnte sie alle Kanonen mit einer Breitseite abfeuern. Die Maximalgeschwindigkeit lässt allerdings zu wünschen übrig: mehr als 18 Knoten wurden nicht erreicht.


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Die Hauptgeschütze der USS Arkansas haben das gleiche Kaliber wie die der USS Michigan, doch ihre Feuerkraft ist trotzdem höher: 12 Geschütze teilen sich 6 Türme. Das Layout ist ziemlich einzigartig – 2 Türme vorne, 2 hinten und 2 in der Mitte (bzw. je ein Turm auf einer Seite in der Mitte des Schiffs). Die seitlichen Türme können (leider) auch nur seitlich ausgerichtet werden. Die Panzerung hat sich im Großen und Ganzen im Vergleich zur USS Michigan kaum verändert, doch die Maximalgeschwindigkeit ist höher: 21 Knoten.


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Das erste “Super-Dreadnought” der US Navy. Die Hauptgeschütze haben ein Kaliber von 356mm – die Entwickler mussten allerdings ein vorgesehenen Kanonenaufbau aufgeben, um die gewünschte Verdrängung nicht zu übersteigen. Das Schiff besitzt also 10 Geschütze in 5 Türmen. Anderweitig unterscheidet sie sich nicht großartig von der Arkansas, die Maximalgeschwindigkeit ist die gleiche – 21 Knoten.


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Das erste “übliche” Schlachtschiff, welches nach dem “Alles oder nichts”-Prinzip gepanzert ist. Die Zitadelle ist von einem Panzergürtel mit einer Dicke von 343cm geschützt, welcher auch die Treffer von größeren Geschützen wegstecken kann. Auch die Flak-Bewaffnung ist auf einem neuen Level, die USS New Mexico ist mit starken 127mm-Flaks ausgerüstet. Diese Vorteile kommen leider auch mit Nachteilen: Das Schiff ist eher schwerfällig und die Maximalgeschwindigkeit von (mal wieder) 21 Knoten lässt viele Wünsche offen.


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Ein neues Schlachtschiff und eine neue Stufe der amerikanischen Geschützentwicklung. Die USS Colorado kann mit 8 sehr kraftvollen 406mm Geschützen protzen. Das Schiff übernahm die Vorteile des Vorgängers; die Panzerung hält viel aus. Auch die Flak-Bewaffnung ist sehr ähnlich (127mm Flaks), was die Verteidigung gegen Angriffe von Flugzeugen/Flugzeugträgern erleichtert.


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Dieses Schlachtschiff hat etwas weniger Panzerung als die Colorado, aber dafür ist es agiler. Die höhere Maximalgeschwindigkeit von 27 Knoten erlaubt der USS North Carolina, in einer Formation mit Kreuzern und Flugzeugträgern zu agieren. Außerdem ist die Sekundärbewaffnung erwähnenswert: Die 127mm-Mehrzweckgeschütze eignen sich gut für die Abwehr von Flugzeugen und leichten gegnerischen Schiffen.


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Die in der USS North Carolina angewandten Technik wurden hier weiter verbessert. Die USS Iowa ist ein schnelles und schlagkräftiges Schlachtschiff, welches sehr gut mit Flugzeugträgern und Kreuzern arbeiten kann. Im Vergleich zum Vorgänger wurde die Geschwindigkeit beibehalten, aber die Verteidigung (Geschütze) & die Panzerung wurden verbessert.


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Dieses Schlachtschiff hätte es mit der legendären Yamato aufnehmen können, wenn es denn gebaut worden wäre. Die relativ langsame Geschwindigkeit von 27 Knoten wird von der abermals verbesserten Panzerung und der exzellenten Bewaffnung ausgeglichen. Während die USS Iowa nur 3 Türme besitzt, führt die USS Montana 12 406mm Geschütze in 4 Dreifachtürmen mit sich. Die Mehrzweckgeschütze wurden durch stärkere und gut entwickelte Geschütze ersetzt.


Quelle: WoWs-Blog
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